Unsere Teesorten

Vor etwa 5000 Jahren begann die Geschichte des Teeanbaus. Heute gilt Tee als eines der am häufigsten konsumierten Getränke der Welt. Ob klassisch oder aromatisiert – wir haben für jeden Geschmack etwas dabei…

 

ASSAM

Der Bundeststaat Assam gehört zu den größten zusammenhängenden Tee-Anbaugebieten der Welt und liegt im Nordosten Indiens.  Das Wort Assam bedeutet in der Landessprache dabei soviel wie ‘einzigartig’. Das heiße und feuchte Klima verleiht dem Tee seinen charakteristischen vollen Körper, seine kräftige Farbe, aber auch seine großen Blätter. Diese unterscheiden sich optisch erheblich von ihren kleinblättrigen Verwandten chinesischen Ursprungs. Goldene Blattspitzen zeichnen einen guten Assam-Tee aus. Der Assam-Tee ist kräftig, würzig, aromatisch und daher oft Grundlage für starke Ostfriesenteemischungen. Er wird gerne mit Milch und Zucker verfeinert. Zudem sind Assam-Tees einige Jahre haltbar und verlieren bei guter Lagerung kaum an Aroma.

CEYLON

Der Begriff Ceylontee hat sich in der Teesprache erhalten, obwohl die Insel schon lange Sri Lanka heißt. Die Insel im Indischen Ozean, an der Südspitze Indiens gelegen, mit 16 Millionen Einwohnern bezieht 60 Prozent seiner Exporterlöse aus Tee. Wobei 30 Prozent der Bevölkerung für die Teeindustrie tätig ist. Die wichtigsten Teeanbaugebiete liegen dabei im zentralen Hochland. Ceylontee hat einen frisch-herben und fruchtigen Charakter mit einem Hauch von Zitrus, der sich gut für Teemischungen eignet. Er ist ein guter Frühstückstee, der gerne mit Sahne und Zucker kombiniert wird. Geerntet wird Ceylon das ganze Jahr über.

DARJEELING

Darjeeling-Tee gilt als einer der elegantesten und wertvollsten Schwarztees. Eingebettet zwischen Bhutan und Nepal, am Fuße des majestätischen Himalaja liegt die Region Darjeeling. Als Darjeeling darf nur der Tee bezeichnet werden, der aus der gleichnamigen Region im Nordosten Indiens kommt. Zu dieser zählen insgesamt 78 Teegärten, in denen auf rund 2000 Meter Höhe, dieser besondere Tee angebaut wird. Der feine Geschmack von Darjeeling-Tee ist einzigartig-vielfältig und ändert sich nicht nur mit der Jahreszeit, sondern variiert unter den Ernteperioden, abhängig von der Temperatur aber auch von Pflanzen-Typ. Unterschieden wird zwischen drei Haupternteperioden: Der „First Flush“, ein Spitzentee mit blumigem frischem Aroma wird im Februar/März geerntet. Der„Second Flush“, dessen Pflückperiode zwischen Mai und Juni liegt, liefert ein kräftiges aromatisches Aroma mit leichter Muskatnote. Der „Autumnal“, die Herbstpflückung, hat eine mild-aromatische und leicht würzige Note.

OOLONG

Oolong, das heißt „Schwarzer Drache“und ist ein halbfermentierter Tee aus der Teepflanze Camellia sinensis, bei dem der begonnene Oxidationsprozess vorzeitig abgebrochen wird. Dazu lässt man die frisch gepflückten Teeblätter an der Sonne trocknen und unterbricht zu einem bestimmten Zeitpunkt den Welkvorgang durch kurzzeitiges Rösten bei hohen Temperaturen. Das Resultat sind Qualitäten mit traumhaftem Geschmack, die sensorisch zwischen einem Grünen und einem Schwarzen Tee liegen. Die Tassenfarbe variiert zwischen hellgelb und orange, der Geschmack ist je nach Herkunft und Verarbeitung würzig und rauchig oder weich und blumig. Kenner feuchten das Blatt bereits vor dem Aufguss mit etwas warmem Wasser an, damit sich das Aroma anschließend bei relativ kurzer Ziehzeit voll entfalten kann.

ROOIBOS

Rooibostee ist ein aus Südafrika stammender wild wachsender Tee, der ausschließlich auf den Cedarbergen in der südafrikanischen Provinz Westkap, rund 200 Kilometer nördlich von Kapstadt gedeiht. Er ist auch unter dem Namen Rotbuschtee (Massaitee), Roibosch oder Rotbusch-Tee  bekannt. Genau wie sein Verwandter, der Honigbusch, stammt er nicht von der Teepflanze, der Camelia Sinensis, sondern von einem kleinen Busch aus der Familie des Ginsters (einem Hülsenfrüchtler). Seit den 30er Jahren wird der „Buschmann-Tee“, ursprünglich vom Volk der Khoisan mit Sicheln geerntet, im großen Stil kultiviert. Mittlerweile werden Rooibos- und Honeybuschtees weltweit exportiert – als koffeinfreie Alternative. Der Rotbusch benötigt ein ganz spezielles Mikro-Klima mit spezieller Erde, mit viel Regen im Winter und den sandigen, trockenen Boden der Cedarberg–Region im Sommer.Der Tee hat eine goldrote Farbe und einen süßlichen Duft, ist vollmundig und mild im Geschmack. Er enthält kein Tein, dafür aber wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die sehr heilsam und entspannend auf den Körper wirken. Dieser Tee ist wegen seines Schwarztee-ähnlichen Geschmacks eine echte Trend-Sorte und lässt sich kalt und warm gut trinken. Der Rooibos Tee wird häufig aromatisiert angeboten. Angebaut wird er an der Nordwestküste Südafrikas. Die Erntezeit ist von Januar bis März. Für den Tee werden dabei nur die jungen Zweige geerntet und in der Sonne getrocknet. In Südafrika gilt er nicht nur als Alltagsgetränk, sondern auch als Nationalgetränk.

SENCHA

Auch wenn man es ihnen nicht auf den ersten Blick ansieht, doch Grüner Tee und Schwarzer Tee stammen von der gleichen Pflanze ab. Erst die Weiterverarbeitung der Teeblätter führt zu den prägnanten unterschieden. Der Großteil des Grünen Tees stammt dabei aus China und Japan. Hier wachsen zahlreiche Grünteesorten, wie beispielsweise Matcha-Tee. Eine der beliebtesten Grünen Tees in Japan ist jedoch Sencha. Über drei Viertel des in japanischen Teegärten angebauten Tees ist Sencha. Das Wort „Sencha“ heißt übersetzt so viel wie „gedämpfter Tee“. Der Geschmack dieses grün, leuchtenden Tees, variiert von frisch grasig und leicht mit einem Hauch von süßlichem Aroma (Japan) bis zu einer eher etwas strohigeren Nuance (China). Seine Blätter sind gleichförmige und haben eine wunderschöne Smaragd Farbe.  Die erhältlichen Qualitäten sind sehr unterschiedlich. Je dunkler das Blatt, desto besser die Qualität.  Heute wird er meist mit heißem Dampf behandelt und mit heißer Luft vorgetrocknet, um dann in heißen Eisenpfannen die restliche Feuchtigkeit zu verlieren. Durch diese Verfahren wird die Fermentierung der Teeblätter gestoppt und die Teeblätter behalten so ihre kräftige grüne Farbe. 

WEISSER TEE

Wassergeist, Pfingstrose und Silbernadel – die chinesische Sprache kennt viele poetische Namen für den vielleicht edelsten aller Tees. Charakteristisch für die Blätter ist ein weißer, seidiger Flaum, der bei den verschiedenen Namen möglicherweise Pate gestanden hat. Grundsätzlich handelt es sich bei Weißem Tee um die zartesten, noch ungeöffneten Knospen des Teestrauches und der sie umgebenden Blätter, die nach dem Pflücken von Hand zum Trocknen unter freiem Himmel ausgebreitet werden. Dazu verwendet man spezielle Matten oder Weidenkörbe. Durch das kurze, natürliche Welken und Trocknen behalten diese Tees ihr typisches Aussehen mit dem hohen Anteil an Blattspitzen – das Resultat ist darüber hinaus ein unvergleichlich mildes, elegantes Aroma.


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