Röstvorgang

DER RÖSTVORGANG | WIE WIRD GERÖSTET

So vielfältig wie die grüne Bohne selbst, ist auch ihr Röstvorgang. Geröstet wird mit 200 – 260° Celsius Temperatur in einer rotierenden Trommel, welche mit Gas oder elektrisch beheizt wird. Nach etwa 20 Minuten ist die Röstung abgeschlossen, die Dauer variiert jedoch nach dem gewünschten Grad:

  • Kürzere Röstzeit = helle Röstung: die Bohnen haben einen höheren Säureanteil und einen milderen leicht fruchtigen Geschmack.
  • Längere Röstzeit = dunkle Röstung: die Bohnen haben mehr Bitterstoffe und daher einen intensiveren nachhaltigen Geschmack.

WAS GENAU GESCHIEHT WÄHREND DER RÖSTUNG

Zuerst verdampft das in den Kaffeebohnen enthaltene Wasser. Der innere Überdruck, der durch die Ausdünstung und die Röstgase erzeugt wird, bläht die Bohnen auf etwa das Doppelte ihres ursprünglichen Volumens auf. Dadurch löst sich das äußere Kaffeehäutchen und die Bohne verändert ihre Farbe von zartgrün bis hin zu dunkelbraun. Durch eine Reihe chemischer Reaktionen entsteht das spezifische und allseits beliebte Kaffeearoma.

Nach Ablauf des Röstprozesses wird das Röstgut in der Regel mit Luft gekühlt. Es kann aber auch Wasser zur Vorkühlung eingesetzt werden, wodurch der Röstprozess schlagartig beendet wird. Nach dem Kühlen erfolgt das Wiegen und, soweit die Qualität des Endproduktes es erfordert, wird der Kaffee nochmals sortiert, mechanisch oder optisch.