EIN VERZAUBERNDER DUFT LIEGT IN DER LUFT

Die Spaziergänger halten die Nasen in den Wind und schnuppern. Wohin das Auge auch blickt, es scheint als ob die Zeit stehen geblieben sei, der Geruch nach Kaffee ist allgegenwärtig. Diejenigen von Ihnen, die schon mal bei uns waren, werden sich wahrscheinlich sagen: „…endlich wird wieder geröstet…“

Heute ist die Hansestadt weltweit wichtigster Umschlagplatz für Kaffee. Über den Hamburger Hafen werden jedes Jahr rund 700.000 Tonnen Kaffee eingeführt und 400.000 Tonnen exportiert. Früher noch in einfachen Säcken, heute in modernen Containern. Viele namhafte Kaffeefirmen, Röstereien und Europas modernstes Kaffeelager sind in der Hansestadt beheimatet. 

Einst waren in Hamburg mehrere hundert Kaffeeröstereien. Alleine in den 60er Jahren gab es in der Hansestadt noch 300 davon. Geblieben sind nur noch sehr wenige. Eine davon ist die Kaffeerösterei Burg.

KAFFEEGENUSS SEIT 1923

Bereits seit 1923 besteht das Hamburger Kaffeegeschäft und die Rösterei der Familie Burg im schönen Eppendorf. 1960 übernahm Erich Burgs Sohn Jens das Geschäft seines Vaters. Kaffee ist in der Familie Burg eine Herzensangelegenheit und so wurde in den 1970er-Jahren aus Jens Burgs Sammelleidenschaft für alles, rund um das Thema Kaffee, „Burgs Museumsladen“. Er sammelte Erinnerungsstücke der Hamburger Kaffeegeschichte und stellte sie anfangs im Geschäft aus. Als nicht mehr genug Platz war, gründete er in der Münsterstraße in Eppendorf ein eigenes Kaffeemuseum. Erst 2015 fand diese einzigartige Sammlung, die alle Themen rund um den Kaffee umfasst, ihren Bestimmungsort – das Hamburger Kaffeemuseum in der Speicherstadt.

Firmengründer Erich Burg mit Sohn Jens 1948 vor dem Laden Eppendorfer Weg 252

 

Firmengründer Erich Burg mit Sohn Jens 1948
vor dem Laden Eppendorfer Weg 252

 

KAFFEEGESCHICHTE HAUTNAH ERLEBEN

Mit seiner besonderen Geschichte sowie der einzigartigen und umfassenden Sammlung ist das Hamburger
Kaffeemuseum nicht nur ein Geheimtipp unter Kaffeeliebhabern. Im Herzen der Speicherstadt, wo bereits
1896 Kaffee gelagert und verarbeitet wurde, erfahren Besucher auf Rundgängen und in verschiedenen Seminaren Wissenswertes über den Anbau, den Handel und die Weiterverarbeitung der beliebten Kaffeebohnen.

Die Geschichte lebt weiter: Unser Kaffeemuseum in den historischen Räumen in der Speicherstadt.

 

 

Die Geschichte erleben: Unser Kaffeemuseum in den historischen Räumen in der Speicherstadt.

 

DIE TRADITION LEBT WEITER

Doch auch das Kaffeegeschäft der Familie Burg besteht bis heute. 40 Jahre hat Jens Burg sein Handwerk durchgezogen, mit „allen Höhen und Tiefen“. „Ich habe auch deshalb die Zeit, als alle zum Supermarkt liefen, überlebt, weil ich eine gute Verbindung zur Hamburger Speicherstadt hatte. Von den Reedereien konnte ich überzählige Kaffee- und Teesäcke erwerben und weiter verkaufen.“ sagte er einst. Während Jens Kaffee testete, habe er eine Vorliebe für Tee entwickelt und schon bald darauf einen Teeladen eröffnet. Eher zufällig habe er in eine Blechbüchse, in der zuerst Vanillestangen steckten, Tee gefüllt. Daraufhin haben die Kunden nach dem Tee mit Vanillegeschmack gefragt. Da hat es bei ihm Klick gemacht und er hat angefangen etwas herum zu probieren. Das Ergebnis waren die ersten Aroma-Tees.

Warum sollte das nicht auch bei Kaffee funktionieren, fragte sich Jens Burg, der quasi zwischen Kaffeesäcken aufgewachsen ist. Also hat er experimentiert – sehr zum Ärger vieler Experten, die ihn als „verrückt“ bezeichneten. Eine seiner ersten Kreationen war ein Kaffee mit Vanillearoma. Heutzutage sind es viele mehr. Als Jens Burg mit über 70 Jahren in den Ruhestand ging, verkaufte er das Familiengeschäft und Museum an den Teehändler Holger Sturm. 

FAST 100 JAHRE KAFFEEGESCHICHTE

Noch bis heute werden die Kaffees im Eppendorfer Geschäft im traditionellen Trommelröster aus den 50er Jahren geröstet – ganz nach dem Vorbild von Erich und Jens Burg. Heutzutage können die Kunden zwischen rund 24 reinen Kaffeesorten, 45 Aromakaffees mit so klangvollen Namen wie Hawaii Kona Haselnuss und Marzipan Cappuccino, sechs Espressosorten und rund 140 verschieden Tees – von Jade Oolong bis Kenia Pekoe – wählen.

Unser Röstmeister Erik Brockholz ist dabei mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail am Werk. Das ist auch der Deutschen Röstergilde nicht unentdeckt geblieben – insgesamt drei unserer Kaffeesorten wurden in den Jahren 2016 und 2017 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Darunter unsere Kaffeesorten „Espresso Dunkel“ und „Peru Tunki Bio“. Auch unser „Burundi Kavugangoma“ aus Ostafrika wurde in der Kategorie Filterkaffee von der Deutschen Röstergilde mit Gold prämiert.

Bis heute lockt unser Laden Kunden aus aller Welt an. Aber nicht nur wegen unseres Kaffees, sondern auch aufgrund unserer anderen Leckereien wie Schokoladen, Tees und Marmeladen.

Kaffeerösterei Burg Eppendorf

 

 

Unsere Traditionsrösterei in Eppendorf.